Wann warst du das letzte Mal auf einem Spielplatz? Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen, aber ich habe den Abenteuerspielplatz wieder für mich entdeckt. Nicht, dass ich da regelmäßig hingehe, trotzdem möchte ich einige Vergleiche ziehen. Ich habe es ganz bewusst zu meinem Jahresmotto für 2026 gemacht: Abenteuerspielplatz Leben – ich geh schaukeln. Denn es gibt so viele Analogien, die ich heute ergründen möchte.
Kennst du den Spruch: „Mir reichts, ich geh schaukeln“?
Allgemein markiert dieser Spruch den Wunsch nach einer Auszeit, wenn dir mal wieder alles zu viel wird. Beim Schaukeln kannst du wunderbar alles loslassen und vergessen, was dich nervt. Aber es geht beim Schaukeln noch um etwas anderes. Du holst immer wieder neuen Schwung, genießt es, in die Höhe getragen zu werden und die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Als ich zu meinem Mann gezogen bin, stand im Garten ein großer Apfelbaum. An einem der starken Äste war eine lange Schaukel befestigt. Unsere Kinder haben es geliebt und auch ich habe mich manchmal draufgesetzt, und habe geschaukelt. Schaukeln erzeugt bei mir ein Kribbeln im Bauch, wenn es immer höher geht. Der Apfelbaum ist mittlerweile fort, aber die Erinnerung ist geblieben.

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Schaukeln ermöglicht neuen Schwung
Kürzlich war ich auf einem Seminar in Österreich. Und auch dort stand ein mächtiger Baum mit einer großen Schaukel daran. Ich habe die Auszeiten genossen, in denen ich einfach nur schaukelte. Beim Schaukeln geht es für mich weniger darum, mich trotzig herauszunehmen und frustriert alles hinter mir zu lassen. Sondern vielmehr darum, neue Blickwinkel zu erhalten.
Mit dieser Schaukel brauchte ich auch Mut, mich immer höher zu schwingen und die Grenzen auszureizen. Das ist genau das, was wir im Leben immer wieder benötigen: Mut, raus aus unserer Komfortzone zu kommen, neuen Schwung zu holen und den Kopf freizubekommen für neue Ideen. Und gleichzeitig es einfach nur zu genießen.
Mein Abenteuerspielplatz Leben – es gibt noch mehr zu entdecken
Ein Abenteuerspielplatz lädt dazu ein, vieles zu entdecken. Stell dir vor, du bist ein neugieriges Kind, welches staunend vor den Möglichkeiten steht. Du wirst vielleicht erst einmal überall herumlaufen, um einen groben Überblick zu erhalten. Dann wirst du innehalten und dir ein Spielgerät aussuchen. Vielleicht läufst du erst zur eindrucksvollen Rutsche.
Die Rutschbahn – hoch hinaus und mit Schwung hinunter
Auf einem richtigen Abenteuerspielplatz gibt es eine riesige Rutschbahn. Vielleicht musst du erst einmal suchen, wo es hinaufgeht. Oft gibt es verschiedene Wege, zum Ziel zu gelangen. Mal über eine Sprossenleiter, mal über ein Netz oder einfach über eine Treppe. Meist ist um die Rutsche herum ein ganzes Piratenschiff oder eine Ritterburg mit vielen verwinkelten Ecken und Räumen gebaut.
Bis du also zum Rutschen kommst, kannst du auf dem Weg dorthin so viel entdecken. Du triffst andere Menschen, bleibst stehen, entscheidest dich neu, aber behältst dein Ziel trotzdem immer im Auge. Denn du willst ja die große Rutsche hinunterrutschen. Wenn du dann schließlich den Eingang zur Rutsche findest, setzt du dich aufgeregt hin und genießt den Weg nach unten.

Neue Wege entdecken und den Schwung mitnehmen
Ich mag an diesem Bild besonders die Möglichkeiten, neue Wege zu entdecken. Zu schauen, was sich hinter dieser Ecke oder jener Höhle befindet. Das Entdecken von neuen Möglichkeiten, die mich meinem Ziel immer näherbringen, wird mich durch das ganze Jahr begleiten. Ich habe viele Pläne bezüglich Lesungen und Workshops sowie den Besuch von Bildungsforen und auch die Teilnahme daran.
Das Wichtigste ist für mich, offen zu bleiben und daran zu glauben, dass ich mein Ziel stets erreiche. Wenn ich am Ende des Jahres zurückblicke, möchte ich mich so fühlen wie ich es in meinem Jahresrückblick 2025 beschrieben habe. Getragen von meinem Weg und meinen Erfolgen setze ich mich hin und genieße die Abfahrt auf der Rutsche.

Der Sandkasten – nach Schätzen graben oder einfach nur Kuchen backen
Wenn Kinder nach dem Toben ein wenig Ruhe brauchen, fällt ihr Interesse auf den Sandkasten. Bepackt mit Förmchen und einer Schippe setzen sie sich mittenrein und experimentieren mit dem, was da ist. Vielleicht backen sie fokussiert einen Sandkuchen nach dem anderen mit den Förmchen, die sie mitgebracht haben.
Vielleicht graben sie ein großes Loch, um zu sehen, wie tief der Sandkasten ist oder ob jemand einen Schatz hinterlassen hat. Sand in einem Sandkasten ist eine schöne Metapher dafür, dass wir unser Leben selbst gestalten dürfen. Wir sehen die Oberfläche mit Mustern, Wellen oder kleinen Pünktchen, die der letzte Regen hinterlassen hat. Es ist das Offensichtliche, mit dem wir immer arbeiten können.
Im Sand lassen sich wahre Schätze heben
Graben wir tiefer, wird der Sand dunkler und schwerer. Was hier auf uns wartet sind wahre Schätze. Diese zu heben ist eine Herausforderung, aber auch etwas Wunderbares. Denn die Schätze können sich als hinderliche Glaubenssätze herausstellen, die wir hinterfragen dürfen. Es wartet in der Tiefe aber auch unsere Essenz, die wir leben dürfen.
Ich liebe es, im Sandkasten zu sitzen und nach meinen Schätzen zu suchen und alte Dinge über Bord zu werfen. Über meine persönliche Schatzkiste habe ich im letzten Jahr einen Artikel geschrieben. Für das Heben der Schätze brauche ich immer ein wenig Ruhe, um mich darauf einzulassen. Vor allem ist es ein Prozess, der mich seit Jahren begleitet, und der für mich auch dieses Jahr weitergeht.

Die Wippe – stetig auf und ab in Teamarbeit
Nachdem das Kind sich im Sandkasten ausgeruht hat, fällt sein Blick auf die Wippe. Um wippen zu können, braucht es ein anderes Kind, welches es direkt findet. Es setzt sich also auf die eine Seite, während das andere gegenüber Platz nimmt. Sie stoßen sich abwechselnd vom Boden ab, schwingen hoch und wieder hinunter.
Manchmal hält das eine Kind die Wippe unten, sodass das obere mit zappelnden Beinen in der Luft schwebt. Das macht Spaß und die Spannung steigt, wann es weitergeht. Was die Wippe uns schön zeigt, ist der Rhythmus des Lebens. Hoch und runter, hell und dunkel, Sommer und Winter, Ebbe und Flut. Das ist die Polarität, die uns im ganzen Leben begleitet.

Mit dem Rhythmus des Lebens mitgehen
So sieht es auch in meinem Leben aus. Es gibt gute Zeiten, in denen alles glatt läuft und Zeiten, in denen es holprig ist. Schon lange habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, dass immer alles gut laufen muss. Ich jage diesem Gedanken nicht hinterher. Vielmehr ist es tröstlich für mich zu wissen, dass nach jedem Regen auch wieder die Sonne scheint. So kann ich die holprigen Zeiten im tiefen Vertrauen besser durchstehen. Das zu Lernen war ein jahrelanger Prozess.
Manchmal funktioniert die Umsetzung von Vorhaben auch nur in Teamarbeit. Ich bin ein Mensch, die im Grunde genommen lieber für sich allein arbeitet. Doch anstelle allein auf der Wippe zu sitzen habe ich im letzten Jahr entdeckt, wie sehr mir Netzwerken Freude machen kann. Besonders in meiner Arbeit als Autorin und Impulsgeberin für Hochbegabung ist es hilfreich, neue Kontakte zu knüpfen, um über die Themen Hochbegabung und Underachievement noch intensiver und breiter aufklären zu dürfen.

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Mein Motto für 2026: Abenteuerspielplatz Leben – es gibt viel zu entdecken
Im letzten Jahr war ich auf verschiedenen Body Resonance®-Seminaren. Der Seminarleiter David Crean fragt uns stets zu Anfang, was wir von diesem Seminar erwarten oder was wir mitbringen. Meine Antwort ist seit dem letzten Jahr immer die Gleiche: „Nichts“. Oder anders gesagt: „Ich lasse es auf mich zukommen. Das hier ist ein Abenteuerspielplatz und ich begegne allem wie ein neugieriges kleines Kind“.
Interessant ist, dass ich dabei immer wieder von den Ereignissen überrascht werde. Oft stehe ich mit offenen Augen und offenem Mund da, was jetzt gerade wieder passiert ist. Manchmal sind es alte Themen, die schmerzlich hochkommen, dann sind es wieder magische Momente, die passieren. Alles hat seinen Sinn und alles kommt zur richtigen Zeit. Im Grunde genommen ist mein Motto für das Jahr 2026 eher ein Lebensmotto. Daher bin ich gespannt, wie lange es mich begleiten wird.
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Ich gehe und spiele mit dem, was kommt und bleiben offen
Ich freue mich jedenfalls auf ein interessantes Jahr, mit allen Höhen und Tiefen. „So viel Sand und keine Förmchen“ könnte es manchmal heißen, wenn ich wieder viele Ideen habe, aber ich gefühlt zu wenig Zeit, um alle direkt umzusetzen. Auch hier erinnere ich mich an die Wippe. Das Leben ist im Rhythmus, ich gehe mit dem, was kommt. Begleitet von einem Netzwerk-Team, was wächst und die mit mir gemeinsam wippen.
Ich werde viele Abenteuerspielplätze besuchen und mir die schönsten Rutschen heraussuchen. Auf dem Weg dorthin werde ich viele Neues entdecken. Am Ende des Jahres 2026 werde ich hoffentlich aufgeregt und getragen von meinen Erlebnissen, Erfahrungen und Erfolgen stolz die Abfahrt genießen.
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