Der Blick über den Tellerrand in Bezug auf Hochbegabtenförderung ist immer gut. Daher freue ich mich, wenn du mich heute in meinem Artikel auf eine Reise durch verschiedene Länder unternimmst. Die Frage ist: Was läuft in anderen Ländern besser und was können wir in Deutschland daraus lernen? Die Idee dazu erhielt ich nach der Lektüre des Buches von Dina Mazzotti, die in der Schweiz in der Begabungsförderung wirkt. Auf der anderen Seite kenne ich viele Geschichten von Familien hochbegabter Kinder, die Deutschland verlassen, um in anderen Ländern eine bessere Bildungsmöglichkeit für ihre Kinder zu erhalten. Allein das ist schon tragisch genug und lädt dazu ein, genau hinzuschauen.
Was der Begriff verrät: Begabung in 5 Ländern
- Begabungsförderung (Schweiz): Das ist der breiteste Ansatz: Alle Kinder haben Potenzial, das entwickelt werden kann. Es besteht kein Fokus auf IQ-Werte.
- Begabtenförderung (Österreich): Hier wird bewusst breiter als Hochbegabtenförderung gedacht: nicht nur intellektuelle, sondern auch künstlerische, musikalische und soziale Begabungen sind eingeschlossen.
- Hochbegabtenförderung (Deutschland): hier wird der engste Begriff angewandt und fokussiert auf IQ. In der Praxis aber weder einheitlich definiert noch strukturell verankert. Jedes Bundesland handhabt es anders. In manchen Bundesländern heißt es Hochbegabtenförderung, in anderen Begabtenförderung.
- Gifted and Talented (USA): Die Begriffe sind formal breit definiert, in der Praxis sind sie stark leistungs- und IQ-orientiert. Der Zugang ist stark vom Wohnort und Wohlstand abhängig.
- Kein eigener Begriff (Finnland): Hier gilt die individuelle Förderung für alle Kinder als Grundprinzip. Die Haltung „Support for all" macht eine Sonderkategorie überflüssig.
Je enger der Begriff der Begabung gedacht wird, desto mehr Kinder fallen durchs Raster. Strukturelle Hürden bestärken diese Situation. Das gilt besonders für Underachiever, die ihr Potenzial nicht durch Leistung zeigen.
Wenn Hochbegabte im deutschen Bildungssystem aufgeben
Ich habe schon einige kritische Artikel über unser Bildungs- und Schulsystem geschrieben. Grundsätzlich haben wir in Deutschland eine restriktive Schulgebäudeanwesenheitspflicht. Homeschooling ist damit faktisch verboten. Zusammen mit Griechenland und Andorra ist Deutschland eines von nur drei europäischen Ländern, in denen das so ist. Als große westliche Industrienation steht Deutschland damit völlig allein da.
Diese Art von Schulpflicht ist ein Thema für sich und allein diese erschwert die Situation vieler Kinder und Jugendlichen, die schulabstinent geworden sind. Spitzt sich die Situation dann zu, weil keine Lösungen gefunden wurden oder weil Bußgeldbescheide gestellt werden oder andere Drohungen ausgesprochen werden, überlegen Familien, ob sie lieber das Land verlassen sollten. Denn teilweise findet noch nicht einmal mehr eine Bildungsteilhabe statt.
Hochbegabtenförderung in 5 Ländern im Vergleich
Zahlen dazu gibt hierzu leider keine, obwohl es mich brennend interessieren würde, wie viele Familien diesen Schritt gehen. Die Frage ist aber: Was machen andere Länder anders? Das zum einen im Hinblick auf die institutionelle Verantwortung, die Förderung von Hochbegabten und das Auffangen von Underachievern, die Lehramtsausbildung, und die Möglichkeiten bei Schulabstinenz.
Ich habe fünf Länder ausgewählt und unter die Lupe genommen: Deutschland als Ausgangspunkt, Österreich und die Schweiz als unsere deutschsprachigen Nachbarn, Finnland als den viel zitierten Bildungsmythos und die USA. Diese sind im Bereich twice exceptional (2e), also hochbegabte Kinder mit gleichzeitiger Neurodivergenz, der Forschung weit voraus.
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Die fünf Länder im Kurzportrait
Deutschland bildet dabei unseren Ausgangspunkt. Als Ergebnis werden wir schauen, was vor allem in der Begabungsförderung fehlt. Unser deutschsprachiger Nachbar Österreich hat eine ähnliche Schulkultur, aber ist strukturell deutlich weiter. Die Schweiz ist ein föderaler Staat wie Deutschland. Trotzdem zeigt dieses Land, dass eine verbindliche Struktur möglich ist, wenn der politische Wille da ist.
Die USA sind vor allem Vorreiter, wenn es um Forschung zu hochbegabten Underachievern und 2e-Kindern geht, auch wenn das Bildungssystem einiges zu wünschen übriglässt, wir uns gleich anschauen werden. Zuletzt schauen wir auf Finnland, das meistzitierte Land, wenn es um ein vorzeigbares Schulsystem geht.
Lehramtsausbildung und institutionelle Verantwortung
Die Qualität von Schule beginnt vor allem in der Lehramtsausbildung. Sie bildet die Grundlage für das Geschehen in der Schule, denn Schule wird von Menschen gemacht. In Deutschland ist das Thema Hochbegabung im Lehramtsstudium kaum verankert, geschweige denn Underachievement. Die Lehramtsstudierenden können freiwillige Lerneinheiten besuchen. Nur, wer persönlich interessiert ist, nimmt sie wahr. Eine zuständige Bundesstelle für Hochbegabtenförderung existiert nicht.
Als kleine Anekdote: Ich bin gerne auf Bildungsforen unterwegs und halte dort auch Workshops oder Lesungen. Mein Publikum besteht meist nur aus Lehrkräften, die aktuell selbst ein hochbegabtes Kind in der Klasse haben und ratlos sind, selbst Elternteil eines hochbegabten Kindes sind, oder eine Hochbegabung bei sich selbst vermuten.
Begabtenförderung ist in Deutschland ein Stiefkind
Auf der anderen Seite gibt es Lehrkräfte, die an meinem Stand vorbeigehen, und spöttisch murmeln: „Jaja, bei uns sind auch alle hochbegabt“. Allein das zeigt, wie notwendig es ist, das Thema zum Pflichtteil im Lehramtsstudium zu machen. Denn die Vorurteile und Vorbehalte gegenüber Hochbegabten ist groß: „Die kommen doch eh leicht durch die Schule“.
Dass Hochbegabtenförderung ein Stiefkind im Schulalltag ist, zeigen auch die Ergebnisse der Befragungen der Bosch-Studie. Den Umfang an Förderangeboten für Schülerinnen und Schüler mit Lernstörungen werden zu 34 % mit gut oder sehr gut beschrieben. Die Förderangebote für hochbegabte Schülerinnen und Schüler nur zu 15 %. In meinem Artikel zu Neurodivergenzen im Lehramtsstudium gehe ich näher darauf ein.
In Österreich und Schweiz wird Begabtenförderung großgeschrieben
In Österreich hingegen ist Begabtenförderung Pflichtthema im Lehramtsstudium. Das ÖZBF (das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung) ist eine eigenständige Institution, die Forschung, Lehrerbildung und Schulentwicklung koordiniert. An der Donau-Universität Krems gibt es sogar einen eigenen Masterstudiengang in Gifted Education. Ehrlich gesagt, macht mich das schon ein wenig neidisch.
In der Schweiz geht das bis auf Masterniveau: Die HfH und die PHZH bieten gemeinsam einen CAS Begabungs- und Begabtenförderung integrativ an, die FHNW sogar einen EDK-anerkannten MAS (einen Master of Advanced Studies). Dazu hat jeder Kanton eine namentlich benannte Projektverantwortliche für Begabungsförderung.

Forschung in den USA zu twice exceptional
Die USA selbst sind leider kein Vorbild für Bildungsgerechtigkeit. Sie finanzieren ihre Schulen über lokale Grundsteuern. Das heißt, wer im falschen Stadtteil aufwächst, hat von Anfang an schlechtere Karten. Dazu kommt, dass Begabtenprogramme historisch und bis heute überproportional weißen Kindern aus wohlhabenden Familien zugutekommen.
Trotzdem sind die USA Vorreiter in der Forschung. In den USA koordiniert der Jacob Javits Gifted and Talented Students Education Act seit 1988 die Forschung und Modellprojekte auf Bundesebene. 37 Bundesstaaten haben eigene Gesetze zur Begabungsförderung. Universitäten wie das Belin-Blank Center in Iowa oder Johns Hopkins betreiben umfangreiche Forschung. Die gute Nachricht: auch und besonders zu Underachievement.
Finnland überzeugt mit einer anderen Haltung
Denken wir kurz an die Alemannenschule in Wutöschingen mit ihrer Schmetterlingspädagogik. Sie ist zweifacher Gewinner des Deutschen Schulpreises. Hier wird gelebte Individualisierung möglich: Freiräume, eine wertschätzende Haltung, selbstorganisiertes Lernen. Begabte wie lernschwache Schülerinnen und Schüler werden gleichermaßen mitgenommen. Das zeigt: Es geht auch in Deutschland, wenn der Wille da ist. Aber es ist ein Leuchtturmbeispiel inmitten von Traditionen, die stur aufrecht erhalten werden.
Einen ähnlichen Grundgedanken verfolgt Finnland auf Systemebene. In den Schulen finden sich Lehrkräfte, Sonderpädagogen, Schulpsychologen und Sozialarbeiter unter einem Dach wieder und sind eng miteinander verzahnt. Eine spezifische Hochbegabtenausbildung gibt es in Finnland nicht. Aber der Grundgedanke ist, dass jede Lehrkraft für jedes Kind verantwortlich ist und somit ein ganzheitlicher Blick stattfindet.
Was bleibt: Deutschland ist das einzige der fünf Länder, das weder eine institutionelle Verantwortung für Begabungsförderung kennt, noch einen strukturellen Ausgleich dafür geschaffen hat.
Hochbegabtenförderung in der Schule – wer schaut wirklich auf Underachiever?
Ein guter Bekannter von uns wollte seine Tochter in einem Gymnasium mit Hochbegabtensiegel unterbringen. Beim Erstgespräch fragte er: „Woran erkennen Sie die Hochbegabten?“ Die ernüchternde Antwort: „An den guten Noten.“. Wenn du meinen Blog kennst, dann weißt du, dass genau das nicht der Fall sein muss. Es gibt Kinder, die fallen im Unterricht durch ihr besonderes Verhalten auf und schreiben mittelmäßige oder sogar schlechte Noten.
Eine Hochbegabung ist also kein Garant für Hochleistung. Das haben wir in der eigenen Familie erlebt. Unsere Kinder haben die Schule verweigert und diese ohne Schulabschluss verlassen. Aber wer weiß das und wer erkennt es? Bei Begabtenförderung müssen wir daher differenzieren. Werden die Hochleister gefördert, oder auch auf die Kinder geschaut, die im Underachievement, also in einer schulischen Minderleistung, stecken? Mehr über Underachievement erfährst du in meinem ausführlichen Grundlagenartikel.
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Hochbegabung und Underachievement – wo gelingt ein förderlicher Blick?
Noch einmal zur Bosch-Studie aus dem Jahr 2024. Diese zeigt für Deutschland, dass 27 % der Schulen keinerlei Förderangebote für hochbegabte Schülerinnen und Schüler haben. Die KMK-Initiativen, die es gibt, richten sich an sichtbar Hochleistende, worunter natürlich auch Hochbegabte sind. Aber hochbegabte Underachiever fallen durch das Raster. Wer in der Schule nicht durch Leistung sichtbar ist, bleibt für diese Initiativen unsichtbar.
In Österreich ist das anders. Das ÖZBF versteht Begabung als Potenzial, nicht als Leistungsnachweis. Underachievement ist dort ein explizites Thema im Förderverständnis und kein Randphänomen. Der Blick ist also ein ganz anderer.
Twice exceptional als besondere Herausforderung in der Schule
Wir wissen auch, dass Hochbegabung oft mit einer anderen Neurodivergenz einhergeht. So können Hochbegabung und ADHS gleichzeitig auftreten. Das nennt sich twice exceptional, wird abgekürzt mit 2e und bedeutet: „Zweifach außergewöhnlich“. Das bringt einige Herausforderungen mit sich, vor allem in der Diagnostik und im Masking.
Die USA forscht hierzu und ist in diesem Bereich am weitesten. Twice exceptional ist dort eine anerkannte Kategorie in Förderung und Diagnostik. Das sind genau die Kinder, die in Deutschland als auffällig abgestempelt werden: hochbegabt und gleichzeitig ADHS, Autismus Spektrum Störung oder einer Lernschwäche. Die Diagnostikstandards in den USA berücksichtigen, dass eine Hochbegabung die Symptome einer Neurodivergenz maskieren kann, und umgekehrt. Wer verstehen will, warum hochbegabte Underachiever so lange unerkannt bleiben, schaut in die US-Forschung. Dort sind die Antworten. In Deutschland sind wir Eltern auf uns allein gestellt.

Der Überblick: Was die fünf Länder unterscheidet
Hier siehst du auf einen Blick, was die wesentlichen Unterschiede in der Begabtenförderung im Bildungssystem sind. Der Fokus liegt dabei auf den Fragen, die für hochbegabte Underachiever und ihre Familien relevant sind.
Institutionelle Verantwortung
- Deutschland: keine zuständige Stelle für Begabungsförderung
- Österreich: ÖZBF als eigenständige Institution staatlich verankert
- Schweiz: kantonale Projektverantwortliche, EDK-Vereinbarung
- USA: Javits Act, Forschungszentren zu Begabung / twice exceptional an Universitäten
- Finnland: multiprofessionelle Teams, dezentral
Underachievement im Förderverständnis
- Deutschland: kaum Bewusstsein für Underachievement
- Österreich: ja, Underachievement explizit enthalten
- Schweiz: strukturell vorhanden, in kantonalen Konzepten und der Lehrerweiterbildung als eigenständiges Förderkriterium anerkannt
- USA: stark, besonders bei twice exceptional students (2e)
- Finnland: indirekt, wird durch multiprofessionelle Teams aufgefangen
Ausweg bei Schulabstinenz
- Deutschland: keiner (Homeschooling verboten), restriktive Schulgebäudeanwesenheitspflicht
- Österreich: ja, Unterrichtspflicht statt Schulpflicht, Externistenprüfung als Nachweis
- Schweiz: kantonsabhängig, Unterrichtspflicht auf Bundesebene, Homeschooling in den meisten Kantonen möglich, Regelungen variieren stark
- USA: ja, Homeschooling in allen Bundesstaaten legal — Regelungen je nach Staat von locker bis strenger, gut etablierte Netzwerke auch für Familien hochbegabter Kinder
- Finnland: ja, Homeschooling legal unter Gemeindeaufsicht — Eltern verantwortlich für Lehrplan, Fortschritt wird durch Gemeinde begleitet, keine Genehmigung nötig
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Was Deutschland konkret lernen kann
Klar ist, dass jedes Land sein eigenes gesellschaftliches System, eine eigene Geschichte und unterschiedliche Werte hat. Daher möchte ich nicht andere Länder idealisieren. Österreich hat seine Lücken, die Schweiz hängt an den Kantonen, Finnland kämpft mit sinkenden PISA-Werten, und die USA haben ein tief ungerechtes Bildungssystem, das stark vom Geldbeutel der Eltern abhängt.
Trotzdem lohnt sich der Vergleich, denn eins wird klar: Deutschland ist in den entscheidenden Punkten im Bereich der Begabungsförderung strukturell am weitesten zurück. Begabung muss als Potenzial verstanden werden, nicht als Pflicht zur Hochleistung. Solange Hochbegabung mit Hochleistung gleichgesetzt wird, fallen Underachiever durch das Raster.
3 Ideen für unsere Bildungslandschaft in Deutschland
Neben diesen 3 Ideen habe ich natürlich noch viele weitere, was das Schulsystem angeht. Aber mit diesen möchte ich speziell auf die Begabungsförderung eingehen:
- Verantwortung benennen. Eine zuständige Stelle auf Bundesebene, analog zum österreichischen ÖZBF, wäre ein erster, konkreter Schritt. Zudem gehören die Begabungsförderung und Begabtenförderung als Pflichtinhalt unbedingt ins Lehramtsstudium.
- 2e-Forschung ernst nehmen. Die USA haben Jahrzehnte Vorsprung bei der Frage, wie man hochbegabte Kinder mit gleichzeitiger Neurodivergenz erkennt und fördert. Diese Forschung existiert, wird in Deutschland aber noch viel zu wenig berücksichtigt. Blicken wir also „über den Teich“ und lernen wir aus dem vorhandenen Wissen.
- Flexible Förderung statt starrer Systeme. Finnlands Ansatz mit einer bedarfsgerechten Förderung und multiprofessionellen Teams ist übertragbar. Weniger als festes Programm, aber vor allem als eine grundlegende Haltung.
Meine persönlichen Worte
Wie anfangs erwähnt denken viele Eltern hochbegabter Kinder darüber nach, als letzten Ausweg auszuwandern. Sie tun das nicht leichtfertig, aber sie wissen nicht mehr, wie sie ihr Kind in diesem System schützen sollen. Das ist ganz klar ein Systemversagen, weniger ein Vorwurf an die Lehrkräfte, die jeden Tag versuchen, die Schule für unsere Kinder besser zu machen.
Ich wünsche mir, dass dieser Artikel dazu beiträgt, den Blick zu weiten. Unsere europäischen Nachbarn geben in Sachen Begabungsförderung ein wesentlich besseres Bild ab. Ja, es geht anders und wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Daher wünsche ich mir mutige Ministerien, die ihren Blick vom Flickenteppich Bildung erheben und schauen, wie es in anderen Ländern läuft. Denn so viele Kinder mit großem Potenzial resignieren still in einem System, das sie nicht sieht.
Lies auch gerne meinen Folgeartikel dazu: Theorie trifft Wirklichkeit: Hochbegabung zwischen Förderanspruch und Schulrealität (Ländervergleich)

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Du bist nicht allein.




















Hallo Susanne,
es ist kein Geheimnis, dass unser deutsches Schulsystem dringend modernisiert gehört. Du hast deinen Länder-Vergleich zum Thema Hochbegabung sehr gut strukturiert und offengelegt. Ich hoffe und wünsche dir, dass dein Beitrag Menschen in Entscheidungspositionen erreicht und eine Veränderung anstoßen kann.
Liebe Grüße, Marianne
Liebe Marianne,
danke dir für deine Rückmeldung. Und ja, das hoffe ich auch. 🙂
Liebe Grüße
Susanne
Hallo Susanne,
es gibt noch ein europäisches Land, das kein Homeschooling erlaubt: Schweden. Hier entwickelt sich außerdem erst nur sehr,sehr langsam ein Bewusstsein dafür, dass auch die begabten Kinder Schwierigkeiten haben können und Hilfe brauchen. Begabtenförderung galt (und teilweise gilt) als "elitär" und damit ungerecht.
Ich habe in Deutschland eine Weile am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium unterrichtet und entsprechende Fortbildungen gemacht, lebe seit vielen Jahren in Schweden und kenne das Schulsystem gut, von innen und außen. Der Absentismus in der Altersklasse 13-16 ist sehr hoch und bei der Begabtenförderung noch viel Luft nach oben. Auf der anderen Seite ist der Leistungsdruck sehr viel geringer und die Eltern sind entspannter. 🙂 Falls dich das interessiert: auf meiner Website beschreibe ich das Schulsystem ausführlich.
Nachtrag: ich meinte das Leonardo-da-Vinci-G. in Neckargemünd.